November 2021  2.0  das neuste aus Kenia 

2. Bericht von unseren Volontärinnen Caro und Elif:

 

Besuch des Schildkrötenkrankenhauses und Safari in den Tsavo East  National Park

 

Vor unserer Abreise hatten wir Volontärinnen, Caro und Elif, im Verwandten- und Freundeskreis Spenden für das Kinderheim gesammelt. Wir entschieden uns, das Geld vorrangig für Unternehmungen mit den Kindern auszugeben, da Erinnerungen länger halten, als jeder Gegenstand.

 

Unser erstes Ziel war das Schildkrötenkrötenkrankenhaus in der 20 Minuten entfernten Küstenstadt Watamu. Im "Turtle watch local ocean" werden verletzte Schildkröten  medizinisch versorgt und wieder aufgepäppelt, um sie dann zurück in die Freiheit zu entlassen. 

Die dortigen Mitarbeiterinnen bereiteten eine Präsentation für die Kinder vor, in denen sie Wissen über die fünf in Kenia lebenden Meeresschildkrötenarten vermittelten und den Kindern erklärten, warum Schildkröten zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten der Welt gehören.

Da so viele Kinder im Heim leben, kamen wir an zwei Samstagen in zwei Gruppen. Bei unserem zweiten Besuch hatten wir das Glück bei einem Schildkrötenrelease dabei sein zu können. Eine kleine Grüne Meeresschildkröte war in der Nacht als Beifang in einem Fischernetz gewesen. Die Fischer kontaktierten das Schildkrötenhospital, welches die Schildkröte abholte, untersuchte und dann im Beisein der Kinder wieder in die Freiheit des Meeres entließ. Ein unvergesslicher Moment.

 

Unser zweiter großer Ausflug war eine eintägige Safari in den Tsavo East National Park. Er ist mit 13 747 km² der größte Nationalpark Kenias.

 

Um 4:45 Uhr morgens starteten wir mit einem großen Reisebus und einem Range Rover. Wir fuhren mit allen Kindern gemeinsam, auch mit dem Baby sowie mit fünf der acht angestellten Erzieherinnen.

 

Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir das Sala Gate und die Safari konnte beginnen. Wir sahen viele Antilopen, (Impalas, Oryxantilopen, Hartebeests, Dikdiks), Zebras und Giraffen.

Außerdem sahen wir Elefanten, Wasserbüffel, Adler, Strauße und Warzenschweine.

Nach dem Picknick am Vormittag wünschten sich die Kinder sehr, einen Löwen zu sehen. Die Fahrer strengten sich an und fuhren eine weite Strecke bis zum Fluss Galana im Norden des Parks, um sie zu suchen. Und tatsächlich fanden wir eine Löwin, die gerade dabei war, eine Antilope zu verspeisen. Bei ihrem Anblick brandete Applaus im Bus auf, so sehr freuten sich alle.

 

Um 16 Uhr verließen wir den Park, um in einem nahegelenen Hotel ein spätes Mittagessen einzunehmen, dass Sudshak, der Vorsitzende des Kinderheims organisiert und bezahlt hatte. Dort bekamen wir dann auch noch zwei Krokodile zu sehen und die Kinder durften sich im Pool austoben.

 

Um 20 Uhr kamen alle müde   und erschöpft aber sehr erfüllt im Heim an. Zum ersten Mal durften die Kinder und auch die meisten Erzieherinnen die großen Tiere ihres Landes mit eigenen Augen sehen.

 

Wir sind sehr dankbar, dass wir das organisieren und miterleben konnten.