November 2020 Das neuste aus Kenia

Freitag 06.11.2020

 

In der letzten Woche habe ich berichtet, dass wir durch eine Spende Wünsche erfüllen konnten. So wurden Schuhe für die Kinder, sowie Bekleidung eingekauft. Für unsere Mädchen wurden Stoffe besorgt, sodass Evelyn (unsere Näherin) daraus Kleider nähen kann. Im Anhang ein paar Bilder vom Einkauf.

 

Ebenso konnte ich von dem Geld 7 Palmen von einen arbeitslosen Roomsteward kaufen. Am Montag lieferte ich sie ab und am gleichen Tag wurden die Pflanzen eingesetzt. Die Kinder sahen sich interessiert die Gartenarbeiten an. Die Kokosnusspalmen können in ca. 5 - 6 Jahren die ersten Nüsse tragen. Im Jahr bekommt man 80 - 120 Kokosnüsse von einer Palme.

Eine Nuss wird vielseitig verwendet. Im jungen Zustand kann man den Saft trinken und das weiche Fruchtfleisch essen. Nachdem eine Nuss ausgereift ist, kann man die Bastschale als Brennstoff verwenden oder Matten daraus machen. Die innere Kokosnuss, braun, hart und haarig, so wie wir sie in Deutschland kennen, ist ebenfalls zu 100 % verwendbar. Die Milch wird getrunken, das Fruchtfleisch (Kopra) gegessen, oder geraspelt und mit Wasser übergossen, sodass man die Milch gewinnt, die man zum Kochen benötigt.

Kokonuss -öl, -fett, -creme, alles Produkte aus dieser Palme.

Zu Weihnachten wird wieder viel daraus gebacken. Bald ist wieder die Zeit dafür.

 

Am Montag konnte ich die ersten Briefe von den Kindern aus Kenia zu den Pateneltern versenden. Nächste Woche gehen die nächsten Briefe raus.

 

Am Mittwoch hat der Präsident zum Volk gesprochen. Alle sind froh darüber, dass es zu keinen drastischen Schliessungen kam. Es bleibt im Grossen und Ganzen, so wie es war. Nur die Gaststätten und Restaurants müssen eine Stunde früher schliessen. Statt um 23 Uhr, jetzt um 22 Uhr. Diese Regelung soll bis zum 03.01.2021 gelten. Auf Maskenpflicht wurde nochmals hingewiesen. Hoffentlich halten sich die Menschen daran.

 

Freitag 30.10.2020

 

Vor zwei Wochen hatten wir wieder das Gesundheitsamt in unserem Kinderheim. Diese Kontrolle findet alle 3 Jahre statt. Es geht nicht nur darum ob wir für Corona alle Vorschriften einhalten, sondern auch um Hygiene, Feuerlöscheinrichtungen, Beschaffenheit der Räume und und und. Es ist wie ein allgemeiner TÜV. Natürlich wollen und müssen die Inspektöre auch etwas finden und bemängeln. Diese kleinen Ursachen müssen wir beheben und dann ist für die nächsten 3 Jahre wieder Ruhe.

 

Nachdem die Prüfungsklassen der Hochschulen (Form 4) wieder geöffnet wurden, ist ein Schulleiter aus Mombasa an Corona erkrankt und verstorben. Nun überlegt man welche Massnahmen ergriffen werden müssen. Es kann sein, dass wieder alles komplett geschlossen wird.

Am Mittwoch gibt es eine Ansprache vom Präsidenten. Da die Fallzahlen immer weiter steigen kann es sein, dass wir auch vor einem Lockdown stehen.

Mal schauen was passiert.

 

Durch eine zusätzliche Spende einer Patin, konnten wir den Kindern einen Wunsch erfüllen. Auf Nachfrage von mir bei der Heimleitung bekam ich eine Liste, welche Anschaffungen als nächstes gemacht werden müssen. Kleidungen und Schuhe werden gebraucht. So werden in Kürze die Einkäufe getätigt und die Kinder mit neuer Bekleidung ausgestattet.