August 2021 das neuste aus Kenia

Letzten Samstag war ich beschäfftigt.

Das angesagte Fernsehteam kam ins Waisenhaus um Aufnahmen zu machen.

Um 7 Uhr früh nahm ich sie mit. Nach einem kurzem Rundgang gingen die Aufnahmen und Interviews los. Bis 10:30 Uhr waren wir beschäftigt.

Wenn der Bericht fertig ist, gebe ich Bescheid.

 

Ich brachte sie zurück und musste ins Ocean Sport Hotel. Warum, kommt gleich.

 

Vor 10 Tagen bekam ich eine E-Mail aus Californien mit dem Text, dass eine Dame für die Waisenkinder ein besonderes Essen bezahlen möchte. Diane, die uns schon öfters im Heim tatkräftig unterstützte, äusserte den Wunsch, gegrillte Hühnchen mit Mischgemüse, Reis und gemischten Fruchtsalat für alle auszugeben.

 

So bekam ich den Auftrag in zwei Hotels Kostenvoranschläge anzufordern.

Jede Küche bekam die Aufgabe was ein Gericht für 72 Personen mit 18 Grillhähnchen, Ratatouille und Obstsalat kosten wird. Turtle Bay Beach Hotel und das Nachbarhotel Ocean Sport waren im Rennen. Den Zuschlag aufgrund des günstigeren Preises bekam Ocean Sport Hotel. 

 

Nach einigen E-Mails war das Essen für den 24.07. besprochen. Pünktlich um

11 Uhr konnte ich das Mahl am Samstag abholen. Drei grosse Töpfe hatte ich dabei und alles wurde umgeladen.

Nachdem ich die Rechnung bezahlt hatte fuhr ich zurück ins Kinderheim.

Dort wurde ich freudig erwartet.

Als wir alle Behälter in die Küche brachten, war das Erstaunen gross, denn die Hühnchen waren noch ganz, also nicht geviertelt, wie es unsere Esser kennen.

Zudem waren sie ihrer Meinung nach noch gefesselt!

Man rief mich in die Küche um es zu erklären.

Wenn wir Geflügel im Heim zubereiten, wird es zerkleinert und in heissem Öl frittiert.

Das Ocean Sport grillte das Gut aber auf sich drehenden Spiessen. So waren die Flügel und die Schenkel am Körper mit Schnur befestigt, damit sie nicht herunterhängen und verbrennen.

 

- Wieder was dazugelernt. -

 

Nachdem die Paketschnur entfernt war, wurden die Tiere geviertelt.

Dann wurde ich wieder in die Küche gerufen, den in jedem Körper lag etwas.

Das hatten alle noch nicht gesehen. Es war eine komplette Semmel. Ich kenne als Füllung klein-

geschnittene Semmeln mit Milch, Petersilie, Zwiebeln und Gewürzen. Aber nicht einfach nur ein Brötchen reinlegen. Der Teig nahm den Bratensaft auf und schmeckte gut.

 

- Wieder etwas dazugelernt. -

 

Jeder bekam ein Viertel mit reichlich Ratatouille, Reis mit kostenlosem Bratensaft vom Hotel und ausreichend gemischten Obstsalat.

Dazu reichten wir 50 Liter Quellwasser.

Wir alle waren mehr als zufrieden, satt und glücklich.

 

Herzlichen Dank an Diane aus Californien.

 

P.S.: Diane war schon einige Male im Heim um zu helfen. Sie kommt mit ihrer Freundin, die Ärztin ist und unsere Kinder immer untersucht.

Im letzten Jahr hatten sie Hal dabei, ein Handwerker, der vieles bei uns reparieren konnte.

Alle sind Pensionisten.

 

Liebe Grüße von Detlev aus Kenia und bleibt gesund